Der im Jahre 1975 in Ungarn geborene Peter Józsa gilt als einer der bemerkenswertesten Pianisten der jüngeren Generation. Sein Landsmann, der große Pianist Zoltán Kocsis bezeichnet ihn als einen brillanten und reifen Künstler, der weit über dem internationalen Niveau spielt. Schon im Alter von zehn Jahren wurde er als Sondertalent in den Vorbereitungskurs der Klavierfakultät der Budapester Franz Liszt Musikakademie aufgenommen, wo Katalin Nemes, László Bihary, György Nádor und Ferenc Rados seine Lehrer waren. Als Zwölfjähriger erlebte Peter Józsa auf einer europäischen Musikveranstaltung in Aalen seinen ersten Auftritt in Deutschland. Er spielte Werke von Bartók und das Klavierkonzert D-Dur von Haydn. 1990 war er in Davos im Rahmen des World Economic Forum an einem Benefizkonzert beteiligt und begeisterte sein Publikum, u.a. die legendäre Liv Ullman. Er war Preisträger der Internationalen Klavierwettbewerbe Usti Nad-Laben (1989) und Ettlingen (1990). Im Sommer 1992 trat er im ungarischen Makovecz-Pavillon bei der Weltausstellung (Expo) in Sevilla auf. Seit seinem sechzehnten Lebensjahr konzertiert er regelmäßig. Er gab Konzerte in Deutschland, Holland, Österreich, Schweiz, Frankreich, Spanien, Portugal, Italien, Bulgarien, Rumänien und im Libanon. Im 1997 setzt er sein Studium in der Meisterklasse von Prof. Boris Bloch an der Folkwang-Hochschule essen fort. Meisterkurse und Privatstunden bei András Schiff, György Kurtág, Leon Fleisher, Dmitri Bashkirov, Oleg Maisenberg und Marie-Francoise Bucquet in Paris ergänzen seine Ausbildung. 1999 war er Stipendiat des Initiativkreises Ruhrgebiet. Ein spektakulärer Erfolg war das Eröffnungskonzert des Klavier-Festivals Ruhr '99 mit seiner Interpretation von Chopin's Klavierkonzert Nr. 1 e-moll. "Er erreicht völlig unverkrampft größte Klarheit" - schrieb die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (21.Juni/1999) über ihn. Im Mai 2000 wurde er mit dem renommierten Folkwang-Preis in Essen ausgezeichnet. Einen seiner größten Erfolge feierte er beim Debüt im Concertgebouw Amsterdam, bei dem er am 3. September 2000 - nach einer Vorauswahl von 98 Pianisten - Beethovens Viertes Klavierkonzert mit dem Netherlands Chamber Orchestra unter der Leitung von Philippe Entremont aufgeführt hat. Es folgten weitere Einladungen nach Holland und für die Periode von 2000-2003 ist ihm der Titel "Holland Music Sessions Concert Artist" verliehen worden. Im Mai 2001 spielte er mit dem ungarischen Keller-Quartett im Budapester Rundfunk. Im März reiste er auf Einladung des deutsch-libanesischen Kulturzentrums in den Libanon, wo er auch an ausgefallenen Orten sowie in versteckten Bergregionen spielte. Im August 2002 war Peter Józsa Preisträger der Internationalen Sommerakademie des Mozarteums in Salzburg. Er debütierte mit der Sonate von Béla Bartók im Rahmen der Salzburger Festspiele im großen Saal des Mozarteums. Mai 2003 gewann Peter Józsa den ersten Preis des Köhler-Osbahr-Stiftung Wettbewerbs in Duisburg. Im Juni 2003 legte er das Konzert-Examen (Meisterstufe) an der Folkwang-Hochschule Essen mit besonderer Auszeichnung ab. Im August 2004 war er erneut Gast beim Klavier-Festival Ruhr. Er gab zwei Soloabende im Prinzenschloss Hohenlimburg. ``Dieser Pianist kann zupacken, ja auch donnern und ruppig mit dem Klang umgehen (Liszt-Werke). Aber er ist vor allem ein intensiver Gestalter musikalischer Vorgänge mit ausgeprägtem Stilgefühl und vorbildlicher Deklamation`` (Westfälische Rundschau- Sonja Müller-Eisold) Im März 2006 wurde er am 1. Internationalen Carl Bechstein Klavierwettbewerb (Ruhr) mit dem Preis "herausragende musikalische Persönlichkeit" ausgezeichnet.

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